Am nächsten Morgen wurden wir um 8.00 Uhr vor dem Hotel abgeholt und zum Tourenbüro gefahren. Uns wurde dort erklärt, dass noch weitere Personen abgeholt werden müssten, weshalb wir im Kaffee nebenan kurz einen Kaffee getrunken und Gebäck fürs Frühstück gekauft haben.Das Gebäck erinnerte uns an die Great British Baking Show.Hier ein Foto von Chrigi, der endlich die Teigbällchen essen konnte, welche ihm am Vorabend verwehrt wurden. Zu uns kamen zwei Paare hinzu, ein amerikanisches und ein kanadisches.Wir stiegen alle in den kleinen Bus und wurden zu einer Strasse mit einem Markt gefahren.Dort kauften die andern diverse Objekte, die sie noch nicht hatten (Taschenlampe, Regenponcho uä.). Von dort aus wurden wir zum Hafen geführt, wo wir aufs erste Boot gehen würden.Nebst uns wurden auch Lebensmittel transportiert.Der Amazonas.Während der ganzen Schiffahrt musste ich an Spirou und Fantasio resp. an Marsupilami denken. Die Gebäude, die Boote, ja die ganze Landschaft erinnerte mich an Bilder meiner Kindheit.Nach knapp 90 Minuten auf zwei verschiedenen Booten kamen wir schliesslich bei der Unterkunft an. die Unterkunft ist auf Holzpfählen gebaut, da der Flusspegel in der Regenzeit derart ansteitgt, dass das Haus sonst unter Wasser stehen würde.Der Tourenorganisator hatte uns gesagt, dass die Unterkünfte nich luxuriös, aber voll okay seien. Zuerst glaubte ich deshalb, dass dies ein gemeinsames Schlafzimmer sein würde (wobei der eine tatsächlich in der Hängematte übernachtet hat).Das war unser Zimmer. Ausserdem hatte es fliessend Wasser, Toiletten und sogar Duschen. Ich hätte dies durchaus als eher luxuriös beschrieben. Auf der anderen Seite des Eingangs führte ein Steg zum auf der anderen Seite gelegenen See (der See und der Fluss sind während der Regenzeit miteinander verbunden).Erste Tiersichtungen.Etwa eine Stunde nach unserer Ankunft gab es Mittagessen. Ausserdem kam eine weitere Gruppe an Leiten, welche bereits seit dem gestrigen Tag dort waren, dazu. Ein deutsches Paar, eine Engländerin und eine Spanierin, die in Wipkingen wohnt.Nach dem Mittagessen hatten wir 90 Minuten Zeit, um uns auf die erste Aktivität vorzubereiten. Sonnencreme drauf, 15 Minuten warten (weil das Mückenschutzmittel den Lichtschutzfaktor verringert), Mückenschutzmittel sprühen und passende Kleidung anziehen. Danach Pause in der Hängematte. Chrigi und ich verbrachten fast die ganze Zeit in der Hängematten. Wir hatten beide wenig geschlafen und hatten (wohl wegen der Klimaanlage) beide Halsweh.Zeit fürs Piranha-Fischen.Chrigi beim Fischen. Er fing insgesamt 5 Piranhas, wobei er 2 wieder freiliess. Der Rest war fürs Abendessen.Plötzlich schrie der Amerikaner auf, er war von einem Piranha in den Finger gebissen worden. Zum Glück hatten wir diverse Papiertücher dabei und ich hatte sogar ein Pflästerli (wobei dies nicht viel brachte, da er nicht zu bluten aufhörte).Trotz dem Zwischenfall entschied die Gruppe, dass wir auf dem Nachhauseweg noch schwimmen gehen würden.Dann waren sie da. Die pinken Flussdelphine. Zuerst weit entfehrnt und dann immer näher. Irgendwann sehr nah. Sie schienen im seichten Wasser zu fischen, da wir immer wieder Flossen und wegspringende Fische sahen.Vor dem Abendessen lag ich kurz in die Hängematte, wo ich einen Gecko sah. Ich hatte starke Halsschmerzen und war ziemlich müde. Chrigis Halsschmerzen hatten sich im Lauf vom Tag aufgelöst und er hatte sich zu den anderen im Aufenthaltsraum gesellt. Irgendwann begann ich zu frieren. Da wirklich heiss war, nahm ich an, Fieber zu haben, weshalb ich mich mit Pulli in unser Schlafzimmer zurückzog. Irgendwann kam Chrigi und sagte wie heiss es sei. Ich lag frierend im Bett und wusste, es war Schüttelfrost. Den Rest des Abends lag ich mit Fieber im Bett, verpasste den Piranha Znacht und einen Spielabend. Als alle ins Bett gingen brachte mir die Kanadierin Iboprofen (ich hatte es natürlich im Rucksack gelassen), wofür ich ihr so dankbar war. Wir mussten jedoch die Malaria Prophylaxe nehmen, weshlab ich mich nicht traute, ein Schmerzmittel zu nehmen. Es folgte eine (fieberbedingt) anstrengende Nacht.